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| Als die britische Militärregierung Kiel besetzte, befand sich die Stadt im Ausnahmezustand. Etwa 75% der Häuser waren ganz oder schwer beschädigt, die Wasser- und Stromversorgung war zusammengebrochen, eine geordnete Versorgung mit Lebensmitteln gab es nicht mehr, Trümmer wurden geplündert. |
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Zu den ca. 143.000 Menschen, die Anfang 1945 noch in Kiel gezählt wurden, kamen viele Flüchtlinge und die evakuierten Kieler, die wieder zurück in ihre alten Wohnungen wollten, soweit sie noch bewohnbar waren. Auf Grund des Notstands an Wohnungen und Lebensmitteln wurden Maßnahmen ergriffen.
Noch freie Wohnungen konnten Obdachsuchenden auch gegen den Willen der Wohnungseigentümer zugewiesen werden. Gleichzeitig wurde der Zuzug nach Kiel beschränkt und die mangelhafte Versorgung durch neue Lebensmittelmarken geregelt, was jedoch auch einen einen Schwarzmarkt blühen ließ.
In Kiel waren alle Schulen entweder völlig zerstört oder so schwer beschädigt, dass bis Herbst 1945 kein Unterricht stattfinden konnte.
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| Die zerstörte Ilitsschule |
Ältere Zeitzeugen machten sich nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft sofort auf die Suche nach Arbeit.
Die schlechten Schulbedingungen in der Kriegszeit und der Mangel an Ausbildungsplätzen in der Nachkriegszeit, aber auch der Wunsch, aus eigener Kraft vorwärts zu kommen, führten dazu, dass viele der männlichen Zeitzeugen neue Bildungswege einschlugen, um sich ein neues Leben aufzubauen.
Der Vereinssport erlangte nach Kriegsende eine wichtige Bedeutung für die Jugendlichen und jungen Männer. Vor allem der Boxsport erlebte in Gaarden den Aufbau von überaus erfolgreichen Boxstaffeln, die von allen Gaardenern gefeiert wurden.
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