Damit war das Dorf Gaarden zu einem Industriestandort von nationaler Bedeutung geworden. Schnell entstanden neue Straßenzüge mit großen Mietshäusern für die Arbeiter, mit Einzelhandelsgeschäften, Gaststätten, Werkstätten und Betrieben zur Versorgung der wachsenden Bevölkerung.
Das neue Gaarden war ein moderner Großstadtteil geworden, der teilweise über vorbildliche Wohl-fahrtseinrichtungen verfügte. Im Wohnungsbau
gab es musterhafte Beispiele, so die 1901 errichtete Arbeiterkolonie der Germaniawerft. Die aufstrebende Entwicklung fand, wie überall im Deutschen Reich, mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges ein Ende.
In den 1920er Jahren litten Gaarden und seine Bevölkerung schwer unter der Umstrukturierung der Werftindustrie und den wirtschaftlichen Krisen.
Eine Blüte und ein Aufschwung wie im letzten Jahrzehnt des alten Jahrhunderts kamen nicht wieder.