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Auf dem Hof
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Dann trieb der Wind den Schnee durch die Spalten
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Dieter St., geb. 1931, wuchs in der Alten Lübecker Chaussee auf, in einem der Häuser, die sein Urgroßvater, der Baumeister Asmus Busdorff, in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts hat bauen lassen. Wie in fast allen Mietshäusern befanden sich auch hier die Toiletten auf dem Hof.
Die Türen vom Klo waren windschief, und wenn es dann Winter war, dann trieb der Wind den Schnee durch die Spalten der Türen. Manchmal habe ich nachts da gesessen und vor Kälte geschlottert. Aber es war wunderbar, wenn ich dann wieder ins Bett gehen konnte. Unser kleines Zimmer, das mein Bruder Günther und ich uns teilten, war nicht zu beheizen, aber um so schöner war es dann im warmen Bett. |
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Alle vier Wochen wurde gewaschen
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| Walter F., geb. 1922 : Wir hätten gerne auf dem Hof gespielt, aber unser Hauswirt hatte auf dem Hof einen Hühnerhagen. Normalerweise ließ er sie frei laufen, damit sie nicht so eng eingesperrt waren. Wenn Wäsche war, dann musste erst mal der Hof gefegt werden, denn es konnte passieren, dass die Wäsche runterfiel. Es wurde dann die Leine gespannt. Es gab bestimmte Waschtage in einem Acht-Familienhaus. Alle vier Wochen wurde gewaschen, d.h. jede Woche hatten zwei Parteien Wäsche. Freitags gab es die Möglichkeit, in einer bestimmten Zeit, die Teppiche zu klopfen. Sonst musste man Rücksicht nehmen. Wenn die Frauen Wäsche hatten, konnte man nicht gleichzeitig den Teppich klopfen. Als Kinder war es unsere Aufgabe, den Hof zu fegen. Aber sonst, Spielen auf dem Hof, dass machte keine Freude, und wenn der Ball in die Hühnerkacke fiel, das war nicht das Richtige, dazu hatten wir keine Lust. Außerdem durften wir unsere Freunde nicht mitnehmen. |
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Hof in der Bielenbergstrasse |
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Rosemarie F., geb. 1929, zog 1936 vom Kieler Westufer nach Gaarden.
Ich kannte bisher nicht das Spielen mit vielen Kindern. In unserem Haus, Elisabethstraße 121, wohnten vierzehn Kinder. Wir passten gut im Alter zusammen und wir haben eigentlich sehr, sehr viel auf dem Hof gespielt. Ich habe mich auch an die Art und Weise der Kinder gewöhnt. Das ist nur im Rückblick so zu sehen, so wie mein Mann erzählt, war es bei ihm auf dem Hof schmutzig. Sie hatten da Hühner rum laufen.
Das war bei uns nicht so. Es war für Sauberkeit gesorgt. Wir packten uns auf dem Hof die Wolldecken zurecht. Jede Wolldecke war eine Wohnung. Wir spielten Tante und Tante und Mutter und Kind und holten unsere Puppensachen. Wir bauten uns regelrecht unsere Wohnungen und besuchten uns gegenseitig und kochten. Das war alles noch vor dem Krieg.
Wenn wir das nicht spielten und es nicht trocken und warm war, dann spielten wir diese Wandspiele, entweder mit dem Ball oder Singspiele. Alle Kinder standen an der Hauswand aufgestellt. Einer war meist die Hauptperson und fing dann solche Lieder an zu singen. Z.B. Abends, wenn der Mond scheint' oder auch ' war einmal ein Jüngling und ein Madel'.
Das war auch so ein schönes Spiel. Das war eigentlich weil viele Kinder im Haus waren. |

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Rosemarie F. |
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Dieter H., geb. 1937, ist in der Iltisstraße Hausnummer 34 aufgewachsen.
Das Haus war 1905 gebaut worden. Die Häuser 32 und 34 gehörten einem Besitzer. Sie verband ein gemeinsamer Hof. Ursrprünglich war da ein Kohlenhändler gewesen. Auf dem Hof gab es eine mit mit Holz abgedeckte Grube für den Dung der Pferde.Ich interessiert dafür, ich habe da immer hingeguckt. |
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Dieter H. auf dem Hof |
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